Tarifrechner · M+E-Flächentarifvertrag

IG Metall Tarifrechner 2026

Der Tarifvertrag in Zahlen: Tabellenentgelt, 35- oder 38-Stunden-Woche, Mehrarbeitszuschlag und die fünf tariflichen Sonderzahlungen für dein Tarifgebiet.

  • Tarifregeln in Beträgen
  • 25 % Mehrarbeitszuschlag
  • 35 h West, 38 h Ost
  • Laufzeit bis 31.10.2026
Tarifentgelt und Netto berechnen ERA-Tabelle ab 01.04.2026 · Steuer 2026

Maßgeblich ist der Standort deines Betriebs, nicht dein Wohnort. Tarifliche Wochenarbeitszeit: 35 Stunden.

Nicht sicher? Die Übersicht der Entgeltgruppen erklärt, welche Tätigkeit in welche EG gehört.

Arbeitszeit und Zulagen
14 %

Betriebsdurchschnitt: Baden-Württemberg 15 %, Bayern 14 %, übrige Gebiete meist 6 bis 15 %. In NRW ist sie nicht im Tabellenwert enthalten.

0 %
Sonderzahlungen einrechnen
69 %
55 %

Gestaffelt: 25 % ab 6 Monaten, 35 % ab 12, 45 % ab 24, 55 % ab 36 Monaten.

Steuer und Sozialversicherung
Ergebnis aktualisiert sich live
Netto im Monatsschnitt
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Brutto im Monat
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Monatsbrutto im Detail

    Abzüge im Monatsschnitt

      Sonderzahlungen im Jahr

        • Jahresbrutto0 €
        • Jahresnetto0 €
        • Nettoquote0 %
        • Monatsgehälter im Jahr0
        • Stundenlohn0 €
        • IG-Metall-Beitrag (1 %)0 €

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        Wann welches Geld kommt

        Bruttoauszahlung je Monat. Gelb markiert sind die tariflichen Sonderzahlungen: T-ZUG B im Februar, Urlaubsgeld im Juni, T-ZUG A und T-Geld im Juli, Weihnachtsgeld im November.

        Monatsentgelt Sonderzahlung

        IG Metall Tarifrechner: was der Tarifvertrag konkret bedeutet

        Der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie regelt mehr als eine Zahl. Er legt die Entgelttabelle fest, die Wochenarbeitszeit, den Urlaubsanspruch, die Zuschläge für Mehrarbeit und Schicht sowie fünf Sonderzahlungen. Dieser Tarifrechner übersetzt diese Regeln in Beträge.

        Die tariflichen Kernregeln

        Kernregelungen des M+E-Flächentarifvertrags, Stand Juli 2026
        RegelungWert
        Wochenarbeitszeit West35 Stunden
        Wochenarbeitszeit Ost38 Stunden, Angleichung über betriebliche Stufenpläne
        Urlaub30 Tage
        Mehrarbeitszuschlag25 Prozent
        Entgelterhöhung+2,0 % zum 01.04.2025, +3,1 % zum 01.04.2026
        Laufzeitbis 31.10.2026
        T-ZUG A27,5 Prozent eines Monatsentgelts, wandelbar in bis zu 8 freie Tage
        T-ZUG B26,5 Prozent des Eckentgelts, rund 900 Euro

        Was die Angleichung im Osten für die Rechnung bedeutet

        In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beträgt die tarifliche Wochenarbeitszeit 38 Stunden. Der Tabellenwert bezieht sich damit auf mehr Stunden als im Westen. Wer dort in einem Betrieb arbeitet, der die 35-Stunden-Woche schon eingeführt hat, muss das im Rechner umstellen: Stunden auf 35 setzen, dann wird der Tabellenwert korrekt anteilig gerechnet. Bei VW Sachsen sowie bei BMW und Porsche in Leipzig gilt die 35-Stunden-Woche seit Januar 2026.

        Wie der Rechner rechnet

        Der Rechner arbeitet in vier Schritten. Jeder Schritt ist nachvollziehbar, weil das Ergebnis rechts als Zeile für Zeile aufgeschlüsselter Lohnstreifen erscheint.

        Schritt 1: Tabellenentgelt

        Aus dem gewählten Tarifgebiet und der Entgeltgruppe kommt das tarifliche Monatsentgelt nach der ERA-Entgelttabelle, gültig ab 01.04.2026. Weicht deine Wochenarbeitszeit von der tariflichen ab, wird der Wert anteilig umgerechnet: 30 Stunden bei 35 tariflichen Stunden ergeben 30/35 des Tabellenwerts.

        Schritt 2: Zulagen

        Auf das Grundentgelt kommen Leistungszulage, Schicht- und Zeitzuschläge sowie eine übertarifliche Zulage. Die Leistungszulage ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird. Im Betriebsdurchschnitt liegt sie in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent. In Nordrhein-Westfalen steckt sie nicht im Tabellenwert, sondern kommt betrieblich obendrauf. Wer sie dort weglässt, rechnet sein Entgelt systematisch zu niedrig.

        Schritt 3: Sonderzahlungen

        Die Metall- und Elektroindustrie zahlt über das Jahr verteilt fünf tarifliche Extras. Sie summieren sich auf gut zwei zusätzliche Monatsgehälter, landen aber nicht gleichmäßig auf dem Konto. Genau das zeigt der Jahresverlauf unter dem Rechner.

        Tarifliche Sonderzahlungen der M+E-Industrie und ihr Auszahlungsmonat
        LeistungHöheAuszahlung
        T-ZUG B26,5 % des regionalen EckentgeltsFebruar
        Urlaubsgeld50 % des Urlaubsentgelts, wirtschaftlich ca. 69 bis 72 % eines MonatsentgeltsMai oder Juni
        T-ZUG A27,5 % des individuellen MonatsentgeltsJuli
        T-Geld18,4 % eines MonatsentgeltsJuli
        Weihnachtsgeld25 bis 55 % je nach BetriebszugehörigkeitNovember

        T-ZUG A lässt sich für Schichtbeschäftigte, Eltern und Pflegende in bis zu acht freie Tage umwandeln. Das T-Geld kann ein Betrieb bei schlechter Ertragslage verschieben oder aussetzen. Deshalb sind alle fünf Posten im Rechner einzeln abschaltbar.

        Schritt 4: Steuern und Sozialabgaben

        Aus dem Jahresbrutto berechnet der Rechner die Abzüge mit den Werten für 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Rentenversicherung 9,3 Prozent Arbeitnehmeranteil, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Krankenversicherung 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2,9 Prozent), Pflegeversicherung 1,8 Prozent, in Sachsen 2,3 Prozent, für Kinderlose ab 23 Jahren zusätzlich 0,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenzen liegen 2026 bei 8.450 Euro im Monat für Rente und Arbeitslosigkeit und bei 5.812,50 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung.

        Was das Ergebnis nicht ist. Der Nettowert ist eine sorgfältige Näherung, keine Entgeltabrechnung. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge, ein Firmenwagen, Freibeträge aus dem Vorjahr und die genaue Behandlung von Einmalzahlungen nach der Jahrestabelle verschieben das Ergebnis. Für die verbindliche Zahl gilt deine Entgeltabrechnung.

        Tarifstand: was aktuell gilt

        Am 12. November 2024 haben IG Metall und Arbeitgeber im Pilotabschluss von Hamburg ein Entgeltpaket mit 25 Monaten Laufzeit vereinbart. Umgesetzt wurde es in zwei Stufen: +2,0 % zum 01.04.2025 und +3,1 % zum 01.04.2026. Dazu kam eine Einmalzahlung von 600 € im Februar 2025. Für Auszubildende gab es +140 € ab Januar 2025, zusätzlich +3,1 % ab April 2026.

        Seit Februar 2026 ist außerdem das tarifliche Zusatzgeld B von 18,5 auf 26,5 Prozent des Eckentgelts gestiegen, also von rund 600 auf rund 900 Euro. Weil es ein Festbetrag je Tarifgebiet ist, wirkt es in den unteren Entgeltgruppen prozentual stärker als eine Tabellenerhöhung.

        Die Entgelttarifverträge laufen bis zum 31.10.2026 und wurden Ende Juni 2026 fristgerecht gekündigt. Die Tarifkommissionen beschließen die Forderung am 22. September 2026, verhandelt wird ab Oktober 2026. Ab dem 1. November 2026 endet die Friedenspflicht. Bis ein neuer Abschluss steht, gelten die Werte in diesem Rechner.

        Häufige Fragen

        Was ist der Unterschied zwischen Tarifrechner und Gehaltsrechner?

        In der Praxis dasselbe Werkzeug mit unterschiedlichem Blickwinkel. Der Tarifrechner geht von den tariflichen Regeln aus, also Tabelle, Arbeitszeit, Zuschläge und Sonderzahlungen. Der Gehaltsrechner fragt nach dem Ergebnis, also Monatsbrutto, Netto und Jahresgehalt. Dieser Rechner beantwortet beide Fragen in einer Ansicht.

        Gilt der Tarifvertrag automatisch in meinem Betrieb?

        Nur wenn der Arbeitgeber tarifgebunden ist, also Mitglied im regionalen Arbeitgeberverband, oder wenn ein Haus- oder Anerkennungstarifvertrag besteht. Einen einklagbaren Anspruch haben IG-Metall-Mitglieder in tarifgebundenen Betrieben. Ob dein Betrieb tarifgebunden ist, sagt dir der Betriebsrat oder die örtliche IG-Metall-Geschäftsstelle.

        Wie werden Überstunden im M+E-Tarif bezahlt?

        Mehrarbeit über die tarifliche Wochenarbeitszeit hinaus wird mit einem Zuschlag von 25 Prozent vergütet. Für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit gelten höhere Sätze, die regional und betrieblich unterschiedlich ausfallen. Der Rechner setzt bei Mehrarbeit 25 Prozent an.

        Was passiert mit meinem Entgelt in der Tarifrunde 2026?

        Die Entgelttarifverträge wurden Ende Juni 2026 gekündigt und laufen bis 31. Oktober 2026 aus. Die Forderung wird am 22. September 2026 beschlossen, verhandelt wird ab Oktober. Bis ein Abschluss vorliegt, gelten die aktuellen Tabellenwerte weiter. Eine Erhöhung wirkt in der Regel rückwirkend oder ab einem im Abschluss festgelegten Monat.