IG Metall Mitgliedsbeitrag Rechner 2026
Ein Prozent des Bruttoentgelts, steuerlich als Werbungskosten abziehbar. Hier steht dein konkreter Beitrag, passend zu deiner Entgeltgruppe.
- 1 % vom Monatsbrutto
- Werbungskosten voll abziehbar
- Ermäßigt für Azubis und Rentner
- Sinkt bei Kurzarbeit
Der IG-Metall-Mitgliedsbeitrag: 1 Prozent vom Bruttoentgelt
Der Beitrag zur IG Metall beträgt nach der Satzung 1 Prozent des monatlichen Bruttoentgelts. Bei 3.500 Euro brutto sind das 35 Euro im Monat. Der Rechner zeigt den Betrag rechts im Ergebnis als eigene Zeile, passend zu deinen Eingaben.
Was der Beitrag steuerlich bedeutet
Gewerkschaftsbeiträge sind Werbungskosten und in der Steuererklärung voll abziehbar. Relevant wird das erst, wenn deine gesamten Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. Bei 35 Euro Beitrag im Monat sind das 420 Euro im Jahr, sodass zusammen mit Fahrtkosten und Arbeitsmitteln der Pauschbetrag häufig überschritten wird. Effektiv sinkt der Beitrag dann um den Grenzsteuersatz, bei 30 Prozent also auf rund 24,50 Euro im Monat.
Reduzierte Beiträge
Für Auszubildende, Studierende, Erwerbslose, Beschäftigte in Elternzeit sowie Rentnerinnen und Rentner gelten ermäßigte Beiträge. Die genauen Sätze regelt die Satzung, Details klärt die örtliche Geschäftsstelle. Bei Kurzarbeit oder längerer Krankheit richtet sich der Beitrag nach dem tatsächlichen Entgelt, sinkt also automatisch mit.
Was im Beitrag enthalten ist
- Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen
- Streikgeld bei gewerkschaftlich getragenen Arbeitskampfmaßnahmen
- Beratung zu Eingruppierung, Arbeitszeit und Tarifansprüchen
- Bildungsangebote und Seminare
- Freizeitunfallversicherung nach den Satzungsregeln
Diese Seite ist eine Rechenhilfe eines unabhängigen Projekts und keine Beitrittsberatung. Verbindliche Auskünfte zu Beitragshöhe, Ermäßigungen und Leistungen gibt ausschließlich die IG Metall selbst.
Wie der Rechner rechnet
Der Rechner arbeitet in vier Schritten. Jeder Schritt ist nachvollziehbar, weil das Ergebnis rechts als Zeile für Zeile aufgeschlüsselter Lohnstreifen erscheint.
Schritt 1: Tabellenentgelt
Aus dem gewählten Tarifgebiet und der Entgeltgruppe kommt das tarifliche Monatsentgelt nach der ERA-Entgelttabelle, gültig ab 01.04.2026. Weicht deine Wochenarbeitszeit von der tariflichen ab, wird der Wert anteilig umgerechnet: 30 Stunden bei 35 tariflichen Stunden ergeben 30/35 des Tabellenwerts.
Schritt 2: Zulagen
Auf das Grundentgelt kommen Leistungszulage, Schicht- und Zeitzuschläge sowie eine übertarifliche Zulage. Die Leistungszulage ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird. Im Betriebsdurchschnitt liegt sie in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent. In Nordrhein-Westfalen steckt sie nicht im Tabellenwert, sondern kommt betrieblich obendrauf. Wer sie dort weglässt, rechnet sein Entgelt systematisch zu niedrig.
Schritt 3: Sonderzahlungen
Die Metall- und Elektroindustrie zahlt über das Jahr verteilt fünf tarifliche Extras. Sie summieren sich auf gut zwei zusätzliche Monatsgehälter, landen aber nicht gleichmäßig auf dem Konto. Genau das zeigt der Jahresverlauf unter dem Rechner.
| Leistung | Höhe | Auszahlung |
|---|---|---|
| T-ZUG B | 26,5 % des regionalen Eckentgelts | Februar |
| Urlaubsgeld | 50 % des Urlaubsentgelts, wirtschaftlich ca. 69 bis 72 % eines Monatsentgelts | Mai oder Juni |
| T-ZUG A | 27,5 % des individuellen Monatsentgelts | Juli |
| T-Geld | 18,4 % eines Monatsentgelts | Juli |
| Weihnachtsgeld | 25 bis 55 % je nach Betriebszugehörigkeit | November |
T-ZUG A lässt sich für Schichtbeschäftigte, Eltern und Pflegende in bis zu acht freie Tage umwandeln. Das T-Geld kann ein Betrieb bei schlechter Ertragslage verschieben oder aussetzen. Deshalb sind alle fünf Posten im Rechner einzeln abschaltbar.
Schritt 4: Steuern und Sozialabgaben
Aus dem Jahresbrutto berechnet der Rechner die Abzüge mit den Werten für 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Rentenversicherung 9,3 Prozent Arbeitnehmeranteil, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Krankenversicherung 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2,9 Prozent), Pflegeversicherung 1,8 Prozent, in Sachsen 2,3 Prozent, für Kinderlose ab 23 Jahren zusätzlich 0,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenzen liegen 2026 bei 8.450 Euro im Monat für Rente und Arbeitslosigkeit und bei 5.812,50 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung.
Was das Ergebnis nicht ist. Der Nettowert ist eine sorgfältige Näherung, keine Entgeltabrechnung. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge, ein Firmenwagen, Freibeträge aus dem Vorjahr und die genaue Behandlung von Einmalzahlungen nach der Jahrestabelle verschieben das Ergebnis. Für die verbindliche Zahl gilt deine Entgeltabrechnung.
Alle Tariftabellen 2026
ERA-Entgelttabellen aller 15 Tarifgebiete auf einer Seite, mit Ausbildungsvergütung.
Öffnen →Entgeltgruppen EG 1 bis EG 17
Welche Tätigkeit in welche Entgeltgruppe gehört und wie die Eingruppierung zustande kommt.
Öffnen →Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld
Die beiden großen Sonderzahlungen einzeln berechnen, inklusive Eintrittsjahr anteilig.
Öffnen →Häufige Fragen
Wie hoch ist der IG-Metall-Beitrag?
Nach der Satzung 1 Prozent des monatlichen Bruttoentgelts. Bei 3.500 Euro brutto sind das 35 Euro im Monat, bei 4.500 Euro brutto 45 Euro. Für Auszubildende, Studierende, Erwerbslose und Rentner gelten ermäßigte Beiträge.
Kann ich den Gewerkschaftsbeitrag von der Steuer absetzen?
Ja, als Werbungskosten in vollem Umfang. Wirksam wird das, sobald deine gesamten Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro übersteigen. Bei 35 Euro Beitrag im Monat sind das 420 Euro im Jahr, die zusammen mit Fahrtkosten meist über den Pauschbetrag hinausgehen.
Sinkt der Beitrag bei Kurzarbeit?
Ja. Weil der Beitrag ein Prozent des tatsächlichen Bruttoentgelts ist, sinkt er automatisch, wenn das Entgelt sinkt. Bei längerer Krankheit oder Elternzeit gibt es zusätzlich ermäßigte Sätze nach der Satzung.
Bekomme ich Streikgeld nur als Mitglied?
Ja. Streikgeld wird ausschließlich an Mitglieder gezahlt, deren Beiträge laufend entrichtet sind. Auch der einklagbare Anspruch auf tarifliche Leistungen besteht rechtlich nur für Gewerkschaftsmitglieder in tarifgebundenen Betrieben.