Ausbildungsvergütung · Metall- und Elektroindustrie

Azubi Gehalt Rechner: Ausbildungsvergütung 2026

Ausbildungsjahr und Tarifgebiet wählen: der Rechner zeigt die Ausbildungsvergütung ab 1. April 2026 brutto und netto, plus Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld.

  • +140 € seit 01/2025
  • +3,1 % seit 04/2026
  • 1.243 bis 1.594 € je nach Gebiet und Jahr
  • 30 Urlaubstage
Tarifentgelt und Netto berechnen ERA-Tabelle ab 01.04.2026 · Steuer 2026

Maßgeblich ist der Standort deines Betriebs, nicht dein Wohnort. Tarifliche Wochenarbeitszeit: 35 Stunden.

Nicht sicher? Die Übersicht der Entgeltgruppen erklärt, welche Tätigkeit in welche EG gehört.

Arbeitszeit und Zulagen
14 %

Betriebsdurchschnitt: Baden-Württemberg 15 %, Bayern 14 %, übrige Gebiete meist 6 bis 15 %. In NRW ist sie nicht im Tabellenwert enthalten.

0 %
Sonderzahlungen einrechnen
69 %
55 %

Gestaffelt: 25 % ab 6 Monaten, 35 % ab 12, 45 % ab 24, 55 % ab 36 Monaten.

Steuer und Sozialversicherung
Ergebnis aktualisiert sich live
Netto im Monatsschnitt
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Brutto im Monat
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Monatsbrutto im Detail

    Abzüge im Monatsschnitt

      Sonderzahlungen im Jahr

        • Jahresbrutto0 €
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        • Monatsgehälter im Jahr0
        • Stundenlohn0 €
        • IG-Metall-Beitrag (1 %)0 €

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        Wann welches Geld kommt

        Bruttoauszahlung je Monat. Gelb markiert sind die tariflichen Sonderzahlungen: T-ZUG B im Februar, Urlaubsgeld im Juni, T-ZUG A und T-Geld im Juli, Weihnachtsgeld im November.

        Monatsentgelt Sonderzahlung

        Ausbildungsvergütung in der Metall- und Elektroindustrie

        Die M+E-Industrie zahlt die höchsten Ausbildungsvergütungen der deutschen Industrie. Der Tarifabschluss 2024 brachte für Auszubildende +140 € ab Januar 2025, zusätzlich +3,1 % ab April 2026, eine bewusst überproportionale Erhöhung. Ab dem 01.04.2026 liegen die Vergütungen im ersten Jahr je nach Tarifgebiet zwischen rund 1.243 und 1.373 Euro, im letzten Jahr zwischen rund 1.466 und 1.594 Euro.

        Ausbildungsvergütung je Tarifgebiet ab 01.04.2026

        Monatliche Ausbildungsvergütungen der Metall- und Elektroindustrie nach Ausbildungsjahr
        Tarifgebiet1. Jahr2. Jahr 3. Jahr4. Jahr
        Baden-Württemberg1.303,50 €1.377,50 €1.488,50 €1.563,00 €
        Bayern1.303,00 €1.365,00 €1.444,50 €1.497,00 €
        Nordrhein-Westfalen1.242,96 €1.297,67 €1.378,93 €1.485,66 €
        Hessen1.261,00 €1.328,00 €1.419,00 €1.466,00 €
        Pfalz1.261,00 €1.328,00 €1.419,00 €1.466,00 €
        Saarland1.261,00 €1.328,00 €1.419,00 €1.466,00 €
        Sachsen1.272,00 €1.339,00 €1.430,00 €1.477,00 €
        Thüringen1.272,00 €1.339,00 €1.430,00 €1.477,00 €
        Berlin und Brandenburg1.272,00 €1.339,00 €1.430,00 €1.477,00 €
        Hamburg und Unterweser1.373,00 €1.445,00 €1.543,00 €1.594,00 €
        Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern1.373,00 €1.445,00 €1.543,00 €1.594,00 €
        Niedersachsen1.264,00 €1.331,00 €1.422,00 €1.469,00 €
        Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim1.264,00 €1.331,00 €1.422,00 €1.469,00 €
        Rheinland-Rheinhessen1.261,00 €1.328,00 €1.419,00 €1.466,00 €
        Sachsen-Anhalt1.271,00 €1.338,00 €1.429,00 €1.476,00 €

        Was vom Azubi-Gehalt netto bleibt

        Auch Ausbildungsvergütungen sind steuer- und sozialabgabenpflichtig. Bei rund 1.300 Euro brutto fallen in Steuerklasse I meist keine oder nur geringe Lohnsteuer an, weil der Grundfreibetrag von 12.348 Euro kaum überschritten wird; die Sozialabgaben von rund 20 Prozent bleiben. Der Rechner oben ist auf die Option Ausbildungsvergütung vorgestellt: Tarifgebiet und Ausbildungsjahr wählen, Netto ablesen.

        Sonderzahlungen für Auszubildende

        Auszubildende erhalten Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld anteilig auf Basis ihrer Vergütung sowie das T-ZUG nach den tariflichen Regeln. Die 30 Urlaubstage gelten auch in der Ausbildung. Nach bestandener Prüfung greift in tarifgebundenen Betrieben die tarifliche Übernahmeregelung; der Einstieg erfolgt dann je nach Tätigkeit typischerweise in den mittleren Entgeltgruppen, in Bayern etwa in EG 5.

        Wie der Rechner rechnet

        Der Rechner arbeitet in vier Schritten. Jeder Schritt ist nachvollziehbar, weil das Ergebnis rechts als Zeile für Zeile aufgeschlüsselter Lohnstreifen erscheint.

        Schritt 1: Tabellenentgelt

        Aus dem gewählten Tarifgebiet und der Entgeltgruppe kommt das tarifliche Monatsentgelt nach der ERA-Entgelttabelle, gültig ab 01.04.2026. Weicht deine Wochenarbeitszeit von der tariflichen ab, wird der Wert anteilig umgerechnet: 30 Stunden bei 35 tariflichen Stunden ergeben 30/35 des Tabellenwerts.

        Schritt 2: Zulagen

        Auf das Grundentgelt kommen Leistungszulage, Schicht- und Zeitzuschläge sowie eine übertarifliche Zulage. Die Leistungszulage ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird. Im Betriebsdurchschnitt liegt sie in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent. In Nordrhein-Westfalen steckt sie nicht im Tabellenwert, sondern kommt betrieblich obendrauf. Wer sie dort weglässt, rechnet sein Entgelt systematisch zu niedrig.

        Schritt 3: Sonderzahlungen

        Die Metall- und Elektroindustrie zahlt über das Jahr verteilt fünf tarifliche Extras. Sie summieren sich auf gut zwei zusätzliche Monatsgehälter, landen aber nicht gleichmäßig auf dem Konto. Genau das zeigt der Jahresverlauf unter dem Rechner.

        Tarifliche Sonderzahlungen der M+E-Industrie und ihr Auszahlungsmonat
        LeistungHöheAuszahlung
        T-ZUG B26,5 % des regionalen EckentgeltsFebruar
        Urlaubsgeld50 % des Urlaubsentgelts, wirtschaftlich ca. 69 bis 72 % eines MonatsentgeltsMai oder Juni
        T-ZUG A27,5 % des individuellen MonatsentgeltsJuli
        T-Geld18,4 % eines MonatsentgeltsJuli
        Weihnachtsgeld25 bis 55 % je nach BetriebszugehörigkeitNovember

        T-ZUG A lässt sich für Schichtbeschäftigte, Eltern und Pflegende in bis zu acht freie Tage umwandeln. Das T-Geld kann ein Betrieb bei schlechter Ertragslage verschieben oder aussetzen. Deshalb sind alle fünf Posten im Rechner einzeln abschaltbar.

        Schritt 4: Steuern und Sozialabgaben

        Aus dem Jahresbrutto berechnet der Rechner die Abzüge mit den Werten für 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Rentenversicherung 9,3 Prozent Arbeitnehmeranteil, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Krankenversicherung 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2,9 Prozent), Pflegeversicherung 1,8 Prozent, in Sachsen 2,3 Prozent, für Kinderlose ab 23 Jahren zusätzlich 0,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenzen liegen 2026 bei 8.450 Euro im Monat für Rente und Arbeitslosigkeit und bei 5.812,50 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung.

        Was das Ergebnis nicht ist. Der Nettowert ist eine sorgfältige Näherung, keine Entgeltabrechnung. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge, ein Firmenwagen, Freibeträge aus dem Vorjahr und die genaue Behandlung von Einmalzahlungen nach der Jahrestabelle verschieben das Ergebnis. Für die verbindliche Zahl gilt deine Entgeltabrechnung.

        Häufige Fragen

        Wie viel verdient ein Azubi in der Metall- und Elektroindustrie 2026?

        Ab dem 1. April 2026 je nach Tarifgebiet im ersten Ausbildungsjahr zwischen rund 1.243 Euro (Nordrhein-Westfalen) und 1.373 Euro (Hamburg-Unterweser, Küste), im vierten Jahr zwischen rund 1.466 und 1.594 Euro brutto im Monat.

        Was bleibt vom Azubi-Gehalt netto übrig?

        Bei rund 1.300 Euro brutto in Steuerklasse I fällt meist keine oder kaum Lohnsteuer an; abgezogen werden vor allem die Sozialversicherungsbeiträge von rund 20 Prozent. Netto bleiben damit typischerweise gut 1.030 bis 1.080 Euro. Der Rechner zeigt den genauen Wert für dein Tarifgebiet und Ausbildungsjahr.

        Bekommen Azubis Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld?

        Ja, anteilig auf Basis der Ausbildungsvergütung, nach denselben tariflichen Regeln wie Beschäftigte. Auch die 30 Urlaubstage gelten in der Ausbildung.

        In welche Entgeltgruppe komme ich nach der Ausbildung?

        Nach bestandener Prüfung erfolgt der Einstieg je nach Tätigkeit typischerweise in den mittleren Entgeltgruppen, in Bayern etwa EG 5 (Eckentgelt, 3.497 Euro), in Baden-Württemberg je nach Aufgabe Richtung EG 7. Maßgeblich ist die Bewertung der übertragenen Tätigkeit.