Entgeltgruppen · EG 1 bis EG 17

EG Rechner: Entgeltgruppen vergleichen

Was bringt die nächste Entgeltgruppe? Stelle deine EG ein, dann die nächsthöhere, und vergleiche Monatsbrutto, Netto und Jahresbrutto direkt.

  • EG 1 bis 17 je Gebiet
  • Stufen berücksichtigt
  • Effekt auf das Jahresbrutto
  • Eckentgelt markiert
Tarifentgelt und Netto berechnen ERA-Tabelle ab 01.04.2026 · Steuer 2026

Maßgeblich ist der Standort deines Betriebs, nicht dein Wohnort. Tarifliche Wochenarbeitszeit: 35 Stunden.

Nicht sicher? Die Übersicht der Entgeltgruppen erklärt, welche Tätigkeit in welche EG gehört.

Arbeitszeit und Zulagen
14 %

Betriebsdurchschnitt: Baden-Württemberg 15 %, Bayern 14 %, übrige Gebiete meist 6 bis 15 %. In NRW ist sie nicht im Tabellenwert enthalten.

0 %
Sonderzahlungen einrechnen
69 %
55 %

Gestaffelt: 25 % ab 6 Monaten, 35 % ab 12, 45 % ab 24, 55 % ab 36 Monaten.

Steuer und Sozialversicherung
Ergebnis aktualisiert sich live
Netto im Monatsschnitt
0 €
Brutto im Monat
0 €

Monatsbrutto im Detail

    Abzüge im Monatsschnitt

      Sonderzahlungen im Jahr

        • Jahresbrutto0 €
        • Jahresnetto0 €
        • Nettoquote0 %
        • Monatsgehälter im Jahr0
        • Stundenlohn0 €
        • IG-Metall-Beitrag (1 %)0 €

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        Wann welches Geld kommt

        Bruttoauszahlung je Monat. Gelb markiert sind die tariflichen Sonderzahlungen: T-ZUG B im Februar, Urlaubsgeld im Juni, T-ZUG A und T-Geld im Juli, Weihnachtsgeld im November.

        Monatsentgelt Sonderzahlung

        EG-Rechner: was eine Entgeltgruppe wirklich bringt

        Die wichtigste Frage vor einem Gespräch über Höhergruppierung ist nicht, wie viel mehr Brutto die nächste Entgeltgruppe bringt, sondern wie viel davon netto ankommt und was über das Jahr daraus wird. Genau dafür ist diese Seite gedacht: Stelle deine aktuelle EG ein, notiere das Ergebnis, stelle die nächste EG ein und vergleiche.

        Der Sprung von EG zu EG in Zahlen

        In Bayern liegen zwischen EG 5 (3.497,00 €) und EG 6 (3.714,00 €) rund 6.2 Prozent. Zwischen EG 8 (4.344,00 €) und EG 9 (4.757,00 €) sind es rund 9.5 Prozent. Nach oben werden die Abstände größer. Weil Leistungszulage und alle prozentualen Sonderzahlungen auf dem Monatsentgelt aufsetzen, wirkt eine Höhergruppierung im Jahresbrutto stärker als der reine Tabellensprung.

        Was in der Praxis den Ausschlag gibt

        Eingruppiert wird die Tätigkeit, nicht die Person. Entscheidend ist deshalb die Aufgabenbeschreibung: welche Fachkenntnisse verlangt die Aufgabe, wie groß ist der Handlungsspielraum, wie viel Abstimmung mit anderen Bereichen gehört dazu, gibt es Führungsanteile. Wer eine Höhergruppierung anstrebt, sammelt am besten schriftliche Belege für Aufgaben, die über die aktuelle Bewertung hinausgehen, und geht damit zum Betriebsrat. Die paritätische Kommission entscheidet, nicht die direkte Führungskraft allein.

        Beispiel Nordrhein-Westfalen: EG 1 bis 14 mit fester und verweildauerabhängiger Struktur. Monatliche Bruttoentgelte bei 35 Stunden pro Woche.
        EntgeltgruppeGrundentgeltNach Verweildauer
        EG 12.789,00 €
        EG 22.823,00 €
        EG 32.855,50 €
        EG 42.899,50 €
        EG 52.960,50 €
        EG 63.037,50 €
        EG 73.132,00 €
        EG 83.295,00 €
        EG 93.561,00 €
        EG 103.914,00 €
        EG 114.389,00 €
        EG 124.523,00 €5.023,00 €
        EG 135.054,00 €5.945,50 €
        EG 145.741,00 €7.178,50 €

        Wie der Rechner rechnet

        Der Rechner arbeitet in vier Schritten. Jeder Schritt ist nachvollziehbar, weil das Ergebnis rechts als Zeile für Zeile aufgeschlüsselter Lohnstreifen erscheint.

        Schritt 1: Tabellenentgelt

        Aus dem gewählten Tarifgebiet und der Entgeltgruppe kommt das tarifliche Monatsentgelt nach der ERA-Entgelttabelle, gültig ab 01.04.2026. Weicht deine Wochenarbeitszeit von der tariflichen ab, wird der Wert anteilig umgerechnet: 30 Stunden bei 35 tariflichen Stunden ergeben 30/35 des Tabellenwerts.

        Schritt 2: Zulagen

        Auf das Grundentgelt kommen Leistungszulage, Schicht- und Zeitzuschläge sowie eine übertarifliche Zulage. Die Leistungszulage ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird. Im Betriebsdurchschnitt liegt sie in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent. In Nordrhein-Westfalen steckt sie nicht im Tabellenwert, sondern kommt betrieblich obendrauf. Wer sie dort weglässt, rechnet sein Entgelt systematisch zu niedrig.

        Schritt 3: Sonderzahlungen

        Die Metall- und Elektroindustrie zahlt über das Jahr verteilt fünf tarifliche Extras. Sie summieren sich auf gut zwei zusätzliche Monatsgehälter, landen aber nicht gleichmäßig auf dem Konto. Genau das zeigt der Jahresverlauf unter dem Rechner.

        Tarifliche Sonderzahlungen der M+E-Industrie und ihr Auszahlungsmonat
        LeistungHöheAuszahlung
        T-ZUG B26,5 % des regionalen EckentgeltsFebruar
        Urlaubsgeld50 % des Urlaubsentgelts, wirtschaftlich ca. 69 bis 72 % eines MonatsentgeltsMai oder Juni
        T-ZUG A27,5 % des individuellen MonatsentgeltsJuli
        T-Geld18,4 % eines MonatsentgeltsJuli
        Weihnachtsgeld25 bis 55 % je nach BetriebszugehörigkeitNovember

        T-ZUG A lässt sich für Schichtbeschäftigte, Eltern und Pflegende in bis zu acht freie Tage umwandeln. Das T-Geld kann ein Betrieb bei schlechter Ertragslage verschieben oder aussetzen. Deshalb sind alle fünf Posten im Rechner einzeln abschaltbar.

        Schritt 4: Steuern und Sozialabgaben

        Aus dem Jahresbrutto berechnet der Rechner die Abzüge mit den Werten für 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Rentenversicherung 9,3 Prozent Arbeitnehmeranteil, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Krankenversicherung 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2,9 Prozent), Pflegeversicherung 1,8 Prozent, in Sachsen 2,3 Prozent, für Kinderlose ab 23 Jahren zusätzlich 0,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenzen liegen 2026 bei 8.450 Euro im Monat für Rente und Arbeitslosigkeit und bei 5.812,50 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung.

        Was das Ergebnis nicht ist. Der Nettowert ist eine sorgfältige Näherung, keine Entgeltabrechnung. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge, ein Firmenwagen, Freibeträge aus dem Vorjahr und die genaue Behandlung von Einmalzahlungen nach der Jahrestabelle verschieben das Ergebnis. Für die verbindliche Zahl gilt deine Entgeltabrechnung.

        Häufige Fragen

        Wie viel Prozent mehr bringt eine Höhergruppierung?

        In den mittleren Entgeltgruppen liegen typischerweise 6 bis 10 Prozent zwischen zwei Gruppen, nach oben wird der Abstand größer. Weil Leistungszulage und die prozentualen Sonderzahlungen auf dem Monatsentgelt aufsetzen, wirkt der Sprung im Jahresbrutto stärker als in der Tabelle. Stelle beide Gruppen im Rechner nacheinander ein und vergleiche das Jahresbrutto.

        Wer entscheidet über meine Entgeltgruppe?

        In tarifgebundenen Betrieben entscheidet in der Regel eine paritätische Kommission aus Arbeitgeber- und Betriebsratsvertretern auf Grundlage einer Aufgabenbeschreibung. Der Betriebsrat hat bei der Eingruppierung ein Mitbestimmungsrecht. Bei Streit gibt es ein tarifliches Reklamationsverfahren, danach den Weg zum Arbeitsgericht.

        Zählt Berufserfahrung für die Entgeltgruppe?

        Nicht für die Gruppe selbst. Die Entgeltgruppe bewertet die Anforderungen der Tätigkeit. Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken über die Stufen innerhalb der Gruppe und in einigen Gebieten über die Verweildauer, in Nordrhein-Westfalen etwa in EG 12 bis 14.

        Warum hat Baden-Württemberg 17 Entgeltgruppen und Hessen nur 11?

        Weil die Zahl der Entgeltgruppen regional verhandelt wird. Jedes der 15 Tarifgebiete hat eine eigene ERA-Tabelle. Ein Vergleich derselben EG-Nummer über Gebietsgrenzen hinweg führt deshalb in die Irre. Vergleichbar ist das Eckentgelt, also die Referenzgruppe für Facharbeitertätigkeiten.