Leistungsentgelt · ERA-Baustein 2

IG Metall Leistungszulage Rechner 2026

Jeder Prozentpunkt Leistungszulage wirkt auf rund 14 Monatsgehälter im Jahr. Hier siehst du genau, auf welchen Betrag das hinausläuft.

  • 15 % Ø Baden-Württemberg
  • 14 % Ø Bayern
  • 0 bis 28 % individuelle Spanne
  • NRW: nicht im Tabellenwert
Tarifentgelt und Netto berechnen ERA-Tabelle ab 01.04.2026 · Steuer 2026

Maßgeblich ist der Standort deines Betriebs, nicht dein Wohnort. Tarifliche Wochenarbeitszeit: 35 Stunden.

Nicht sicher? Die Übersicht der Entgeltgruppen erklärt, welche Tätigkeit in welche EG gehört.

Arbeitszeit und Zulagen
14 %

Betriebsdurchschnitt: Baden-Württemberg 15 %, Bayern 14 %, übrige Gebiete meist 6 bis 15 %. In NRW ist sie nicht im Tabellenwert enthalten.

0 %
Sonderzahlungen einrechnen
69 %
55 %

Gestaffelt: 25 % ab 6 Monaten, 35 % ab 12, 45 % ab 24, 55 % ab 36 Monaten.

Steuer und Sozialversicherung
Ergebnis aktualisiert sich live
Netto im Monatsschnitt
0 €
Brutto im Monat
0 €

Monatsbrutto im Detail

    Abzüge im Monatsschnitt

      Sonderzahlungen im Jahr

        • Jahresbrutto0 €
        • Jahresnetto0 €
        • Nettoquote0 %
        • Monatsgehälter im Jahr0
        • Stundenlohn0 €
        • IG-Metall-Beitrag (1 %)0 €

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        Wann welches Geld kommt

        Bruttoauszahlung je Monat. Gelb markiert sind die tariflichen Sonderzahlungen: T-ZUG B im Februar, Urlaubsgeld im Juni, T-ZUG A und T-Geld im Juli, Weihnachtsgeld im November.

        Monatsentgelt Sonderzahlung

        Leistungszulage: der unterschätzte Hebel

        Die Leistungszulage, im ERA-System Leistungsentgelt genannt, ist der Teil des Entgelts, über den im Betrieb tatsächlich verhandelt wird. Anders als die Entgeltgruppe hängt sie an der Person und an der Bewertung, nicht an der Tätigkeitsbeschreibung.

        Höhe im Betriebsdurchschnitt

        Leistungsentgelt im Betriebsdurchschnitt nach Tarifgebiet
        TarifgebietDurchschnittBesonderheit
        Baden-Württemberg15 %ersetzt Erfahrungsstufen, die Tabelle hat keine Stufen
        Bayern14 %individuelle Spanne 0 bis 28 %
        Nordrhein-Westfalenbetrieblichnicht im Tabellenwert enthalten, kommt obendrauf
        Übrige Gebiete6 bis 15 %je nach Betriebsvereinbarung

        Die drei Ermittlungsverfahren

        • Beurteilung: Die Führungskraft bewertet nach festgelegten Merkmalen, meist jährlich. Die Kriterien und ihre Gewichtung stehen in einer Betriebsvereinbarung.
        • Kennzahlenvergleich: Messbare Größen wie Ausschussquote, Termintreue oder Stückzahl bestimmen die Zulage, oft für ganze Gruppen.
        • Zielvereinbarung: Ziele werden zu Beginn der Periode vereinbart, am Ende wird der Erreichungsgrad bewertet.

        Warum die Zulage doppelt wirkt

        Die Leistungszulage erhöht nicht nur das Monatsentgelt. Weil Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, T-ZUG A und T-Geld auf dem Monatsentgelt aufsetzen, wirkt jeder Prozentpunkt Leistungszulage im Jahresbrutto auf rund 14 Monatsgehälter. Ein Sprung von 10 auf 14 Prozent bei 3.500 Euro Grundentgelt bedeutet nicht 140 Euro im Monat, sondern rund 1.960 Euro im Jahr.

        Wenn die Bewertung nicht passt

        Gegen eine Leistungsbeurteilung gibt es ein tarifliches Reklamationsverfahren. Erster Schritt ist das Gespräch mit der Führungskraft, danach die Einschaltung des Betriebsrats. Wichtig ist, dass die Bewertungskriterien der Betriebsvereinbarung entsprechen und nachvollziehbar begründet sind.

        Wie der Rechner rechnet

        Der Rechner arbeitet in vier Schritten. Jeder Schritt ist nachvollziehbar, weil das Ergebnis rechts als Zeile für Zeile aufgeschlüsselter Lohnstreifen erscheint.

        Schritt 1: Tabellenentgelt

        Aus dem gewählten Tarifgebiet und der Entgeltgruppe kommt das tarifliche Monatsentgelt nach der ERA-Entgelttabelle, gültig ab 01.04.2026. Weicht deine Wochenarbeitszeit von der tariflichen ab, wird der Wert anteilig umgerechnet: 30 Stunden bei 35 tariflichen Stunden ergeben 30/35 des Tabellenwerts.

        Schritt 2: Zulagen

        Auf das Grundentgelt kommen Leistungszulage, Schicht- und Zeitzuschläge sowie eine übertarifliche Zulage. Die Leistungszulage ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird. Im Betriebsdurchschnitt liegt sie in Baden-Württemberg bei 15 Prozent und in Bayern bei 14 Prozent. In Nordrhein-Westfalen steckt sie nicht im Tabellenwert, sondern kommt betrieblich obendrauf. Wer sie dort weglässt, rechnet sein Entgelt systematisch zu niedrig.

        Schritt 3: Sonderzahlungen

        Die Metall- und Elektroindustrie zahlt über das Jahr verteilt fünf tarifliche Extras. Sie summieren sich auf gut zwei zusätzliche Monatsgehälter, landen aber nicht gleichmäßig auf dem Konto. Genau das zeigt der Jahresverlauf unter dem Rechner.

        Tarifliche Sonderzahlungen der M+E-Industrie und ihr Auszahlungsmonat
        LeistungHöheAuszahlung
        T-ZUG B26,5 % des regionalen EckentgeltsFebruar
        Urlaubsgeld50 % des Urlaubsentgelts, wirtschaftlich ca. 69 bis 72 % eines MonatsentgeltsMai oder Juni
        T-ZUG A27,5 % des individuellen MonatsentgeltsJuli
        T-Geld18,4 % eines MonatsentgeltsJuli
        Weihnachtsgeld25 bis 55 % je nach BetriebszugehörigkeitNovember

        T-ZUG A lässt sich für Schichtbeschäftigte, Eltern und Pflegende in bis zu acht freie Tage umwandeln. Das T-Geld kann ein Betrieb bei schlechter Ertragslage verschieben oder aussetzen. Deshalb sind alle fünf Posten im Rechner einzeln abschaltbar.

        Schritt 4: Steuern und Sozialabgaben

        Aus dem Jahresbrutto berechnet der Rechner die Abzüge mit den Werten für 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Rentenversicherung 9,3 Prozent Arbeitnehmeranteil, Arbeitslosenversicherung 1,3 Prozent, Krankenversicherung 7,3 Prozent plus die Hälfte des Zusatzbeitrags (Durchschnitt 2,9 Prozent), Pflegeversicherung 1,8 Prozent, in Sachsen 2,3 Prozent, für Kinderlose ab 23 Jahren zusätzlich 0,6 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenzen liegen 2026 bei 8.450 Euro im Monat für Rente und Arbeitslosigkeit und bei 5.812,50 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung.

        Was das Ergebnis nicht ist. Der Nettowert ist eine sorgfältige Näherung, keine Entgeltabrechnung. Betriebliche Altersvorsorge, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge, ein Firmenwagen, Freibeträge aus dem Vorjahr und die genaue Behandlung von Einmalzahlungen nach der Jahrestabelle verschieben das Ergebnis. Für die verbindliche Zahl gilt deine Entgeltabrechnung.

        Häufige Fragen

        Wie hoch ist die Leistungszulage bei der IG Metall?

        Im Betriebsdurchschnitt je nach Tarifgebiet 6 bis 15 Prozent, in Baden-Württemberg 15 Prozent und in Bayern 14 Prozent. Individuell reicht die Spanne in Bayern von 0 bis 28 Prozent. In Nordrhein-Westfalen ist sie nicht Teil des Tabellenwerts und wird betrieblich zusätzlich gezahlt.

        Ist die Leistungszulage im Tabellenentgelt enthalten?

        Nein, sie ist immer ein eigener Posten auf der Abrechnung. Besonders wichtig ist das in Nordrhein-Westfalen: Dort liegen die Tabellenwerte niedriger als in anderen Gebieten, weil die Zulage vollständig betrieblich obendrauf kommt.

        Kann die Leistungszulage gesenkt werden?

        Ja, wenn die neue Beurteilung schlechter ausfällt als die vorherige. Die Betriebsvereinbarung regelt in der Regel Ankündigungsfristen und ein Reklamationsverfahren. Der Betriebsrat hat bei den Bewertungsgrundsätzen ein Mitbestimmungsrecht.

        Wirkt die Leistungszulage auf Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld?

        In der Regel ja, weil die Bemessungsgrundlage das Monatsentgelt inklusive Leistungszulage ist. Damit wirkt jeder Prozentpunkt auf rund 14 Monatsgehälter im Jahr und nicht nur auf zwölf.